018 Seenotrettung #2: Missionsbericht von der Alan Kurdi

Wir sprechen mit der Crew der Alan Kurdi über Warnschüsse der libyschen Küstenwache, 150 Gerettete und 12 Tage, in denen sie in keinen Hafen fahren durften.

Anna und Roja sind zwei Crewmitglieder, die im April 2020 auf der Alan Kurdi sind. Sie haben eine denkwürdige Mission miterlebt: Bei zwei Rettungsaktionen am 6. April 2020 nahm die Alan Kurdi insgesamt 150 Schutzsuchende an Bord. Doch nicht ohne dass während einer Rettungsaktion ein Schnellboot der sogenannten libyschen Küstenwache Warnschüsse abfeuerte, was zu einer heiklen Lage führte, da Menschen aus Angst ohne Schwimmweste ins Wasser sprangen. Nach der Rettung warteten die Seenotretter*innen 12 Tage auf eine Lösung, um die 150 Schutzsuchenden von Bord der Alan Kurdi und in Sicherheit zu bringen.

Roja und Anna berichten über die Rettungseinsätze, 12 lange Tage auf engstem Raum und darüber, wie es mit den Schutzsuchenden und der Crew weitergeht.

Sie appellieren an die europäischen Institutionen und Regierungen die Förderung der libyschen Kräfte einzustellen und fordern, dass den Menschen, die im Mittelmeer in Seenot geraten durch eine funktionierende staatliche Struktur geholfen wird.

Wenn ihr die Seenotrettung im Mittelmeer unterstützen wollt, so könnt ihr dies unter anderem bei folgenden Vereinen tun:
https://sea-watch.org/en/
https://sea-eye.org
https://seebruecke.org/leavenoonebehind/aktionen/
https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/unser-seenotrettungseinsatz
https://sosmediterranee.de

Die #leavenoonebehind kampagne könnt ihr hier verfolgen:
https://leavenoonebehind2020.org/de/

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