[Raumstimmung] – Urbane Zukunft, die Radbahn und Simon Wöhr

Das Sprachrohr der urbanen Utopie Berlins habe ich ihn genannt – er hat verschmitzt gelächelt. Simon Wöhr war heute Morgen bei mir zu Gast. Er wünscht sich eine Stadt ohne parkende Autos. Sein aktuelles Projekt ist die Radbahn: Eine sichere und gemütliche Fahrradverbindung von Ost- nach Westberlin. Die Strecke könnte zur Ikone der Berliner Fahrradwege werden. Gleichzeitig steht sie für eine neue Fahrradkultur. Überdacht und getrennt vom Verkehr soll sie auch Kindern, älteren und ungeübteren Radfahrern die Möglichkeit geben, am Radverkehr teilzunehmen.
Seine Begeisterung für gesellschaftsnahe Projekte hat ist wahrscheinlich am Holzmarkt entstanden. Als sich das Projekt aus der dem Dunstkreis von Bar25, Kater und Berliner Klubkultur formte hat er sich entschlossen dabei zu helfen zwischen Politik, Wirtschaft und Kreativen zu vermitteln. Die damals gemachten Erfahrungen sind heute noch viel für ihn wert. Er nutzt sie jetzt auch um dem Haus der Statistik am Alexanderplatz wieder Leben einzuhauchen. Danke für das tolle Gespräch! Wer kriegt da keine Lust auf Zukunft?

Uli Grötsch: Der Respekt ist teilweise verlorengegangen

Gespräch mit MdB Uli Grötsch (SPD) über die Verschärfung des Strafrechts mit dem Ziel, Polizist_Innen und andere Einsatzkräfte besser zu schützen.

01:00 Wer ist Uli Grötsch? 04:00 Wandel zwischen den Welten: Die Aabeit im Wahlkreis im Vergleich zur Arbeit in Berlin. 07:00: Warum die SPD geschlossen hinter Martin Schulz steht. 12:00 Müssen Polizist_Innen besser geschützt werden? 15:00 Vorstellung der geplanten Verschärfung des Strafrechts bei Angriffen auf Polizist_Innen und Rettungskräfte. 18:00 Der Respekt ist teilweise verloren gegangen. 22:00 Kritik an dem Gesetzentwurf. 24:00 Weitere Vorschläge um die Beziehung zwischen Einsatzkräften und der Bevölkerung zu stärken. 26:30:Wie wird ein Gesetz gemacht? 32:00 Wo sind die jungen Leute in der Politik, wo sollen sich die Jungen engagieren? 36:00 “Es gibt hier leider echt nichts langweiligeres als die Grünen”

[Raumstimmung] – Ein Dorf in Berlin: Der Bauhauscampus

Katrin Hoffmann quatscht mit mir darüber, was sie dazu gebracht hat ein Tiny House zu bauen, warum sie glaubt, dass wir mehr Autarkie wagen sollten und wer meine neuen Nachbarn auf dem Bauhauscampus sind. Sie gehört dazu! Im April zieht sie mit TinySystems auf dem Campus ein und probiert aus – mit so natürlichen Materialien wie möglich – ein autarkes Wassersystem zu bauen. Was wir festgestellt haben: Wow – in ein paar Wochen sind wir Nachbarn und noch viele andere werden im Garten des Bauhausarchivs sein. Da stellt sich auch die Frage: Wie wird sich das Miteinander entwickeln und welche gemeinschaftlichen Institutionen brauchen wir, wenn bald ganz viele Individualisten auf engem Raum zusammenleben?

[Raumstimmung] Freiraumkooperative – Eine Genossenschaft für gemeinschaftliche Wohn- und Bauprojekte

Sönke Hartmann hat zusammen mit Andreas Bräuer eine Genossenschaft (freiraumkoop.de) ins Leben gerufen. Sie soll Menschen den Weg zu ihren Hausprojekten erleichtern. Architekt ist er geworden, weil er den Raum zum klingen bringen möchte. Das erste Projekt der neugegründeten Genossenschaft ist der Annagarten in Oranienburg. Dort leben Menschen mit ganz verschiedenen Hintergründen zusammen und wagen mehr Miteinander. Sein Wunsch ist, dass die Politik es schafft die Bürger und Nutzer wieder mehr bei Bau- und Planungsprozesse zu beteiligen. Gleichzeitig hofft er auf Mut und Experimentierfreude bei allen die Lust haben eigene Wohn- und Arbeitsformen auszuprobieren. Hört rein, dann erfahrt ihr auch wo es noch Spielraum gibt, das Stadtbild zu verändern.