[On the Move] Timm Wille: Sinkloop – eine enkel*innentaugliche Spülstation

Timm Wille ist Open Source Enthusiast, Mitgründer vom Verein Open Souce Ecology Germany e.V. www.ose-germany.de und brennt für das Thema Nachhaltigkeit. Anfang Juli 2017 hat er für Kids Globe am Grabowsee einen Workshop zum Thema Wasserkreislaufsysteme gegeben. Die Idee war, einen praktischen Anknüpfungspunkt zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung und deren entstehen aus den UN-Millenniumszielen zu schaffen. Gleichzeitig wurde an einer Möglichkeit geschraubt, den Wasser- und Energieverbrauch beim Abspülen deutlich zu reduzieren. Dabei herausgekommen ist der erste Prototyp von „Sinkloop“ als Weiterentwicklung des Showerloop-Systems https://showerloop.org/how-it-works/

 

Im Podcast sprechen wir auch darüber, wie kritisch es um die Wasserversorgung weltweit steht: Bereits 2012 glaubte die UN, sie habe ihr erstes Millenniumsziel erreicht und 89 Prozent der Weltbevölkerung hätten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mekonnen und Hoekstra (2016, http://advances.sciencemag.org/content/2/2/e1500323/tab-pdf) stellten hingegen fest , dass bis zu 2/3 (!) der Weltbevölkerung in mindestens einem Monat pro Jahr unter starker Wasserknappheit zu leiden haben. Gleichzeitig sieht auch die UN Wasserknappheit und sanitäre Versorgung als immer wichtiger werdendes Thema an. In den neuen Zielen für nachhaltige Entwicklung hat die UN deswegen ein eigenes Kapitel nur für das Thema Wasser geschaffen.

Von Timm habe ich gelernt, wie wichtig es ist die UN Ziele als Gesamtheit zu begreifen und dabei auch abzuwägen, ob sie einander sogar gegenseitig im Wege stehen könnten. Timm plädiert für mehr Open Source Technologien und betont, dass Open Source dabei helfen kann, die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Hört rein, dann erfahrt ihr auch, was Timm mit „enkel*innentauglich” meint.

Hier noch ein Link zur Person:

https://wiki.opensourceecology.de/Timm_Wille

und mehr Infos zum Forschungsprojekt OPEN!

www.opensourcedesign.cc

Circles – Die Währung für das Grundeinkommen

Martin, mein ehemaliger Mitbewohner, ist aus dem Silicon Valley zurück. Im Gepäck hat er eine neue Währung: Circles. Sie baut auf der Blockchain auf und etabliert das Grundeinkommen jetzt vorerst für eine kleine ausgewählte Elite (ja, ihr könntet dabei sein!) in Berlin und New York. Wenn die betaphase rum ist, kann sich dann jede*r einklinken. Weil Währung nur Sinn macht, wenn sie auch eine Verbindung zur Realwirtschaft hat, kriegt ihr auch noch kostenlosen Cafe dazu – im Cafe Grundeinkommen. Das Cafe im TinyHouse-Format steht schon bei mir nebenan im Bauhaus Campus. Ab 6. Juni öffnet es die Tür 🙂 https://www.startnext.com/cafegrundeinkommen

Wem das noch nicht abgefahren genug ist, der sollte sich unbedingt auch Martins neues Projekt geben: Auf Basis der Ethereum Blockchain baut er gerade eine Software für Prognosemärkte. gnosis.pm

[Raumstimmung] Bauen ohne Gewinnmaximierung? Im Gespräch mit Senatorin Katrin Lompscher

Bauen ohne Gewinnmaximierung – geht das?

Katrin Lompscher, die Berliner Senatorin für Stadtentwicklung in der 100-Euro Wohnung zu Gast. Es war ein ruhiges und überraschendes Gespräch. „Wohnen darf keine Wahre sein“, sagte sie. Ihre Idee sind Festpreisverfahren für das Dragoner Areal (Minute 24:20). Alleine der Inhalt würde dann entscheiden, welche Projekte dort realisiert werden. Nehmt ihr ihr das ab? Beim Dragoner Areal wünscht sie sich Beteiligung von unten und hofft auf viele gute Vorschläge. Vielleicht steht bald das CoBeing House dort? Zuerst müssen die Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben klappen. Um die Einigung zu beschleunigen, haben wir gleich auch Herrn Schäuble in die 100-Euro Wohnung eingeladen (Minute 21:35). Sogar über Bauroboter und ihre Ausbildung im Tiefbau haben wir uns unterhalten. Wenn ihr erfahren wollt, wie sie Wohnraum umverteilen würde und wie sie zur 100-Euro Wohnung steht, hört bei Minute 40:00 rein. Vielen Dank für das Gespräch!

[Raumstimmung] – Urbane Zukunft, die Radbahn und Simon Wöhr

Das Sprachrohr der urbanen Utopie Berlins habe ich ihn genannt – er hat verschmitzt gelächelt. Simon Wöhr war heute Morgen bei mir zu Gast. Er wünscht sich eine Stadt ohne parkende Autos. Sein aktuelles Projekt ist die Radbahn: Eine sichere und gemütliche Fahrradverbindung von Ost- nach Westberlin. Die Strecke könnte zur Ikone der Berliner Fahrradwege werden. Gleichzeitig steht sie für eine neue Fahrradkultur. Überdacht und getrennt vom Verkehr soll sie auch Kindern, älteren und ungeübteren Radfahrern die Möglichkeit geben, am Radverkehr teilzunehmen.
Seine Begeisterung für gesellschaftsnahe Projekte hat ist wahrscheinlich am Holzmarkt entstanden. Als sich das Projekt aus der dem Dunstkreis von Bar25, Kater und Berliner Klubkultur formte hat er sich entschlossen dabei zu helfen zwischen Politik, Wirtschaft und Kreativen zu vermitteln. Die damals gemachten Erfahrungen sind heute noch viel für ihn wert. Er nutzt sie jetzt auch um dem Haus der Statistik am Alexanderplatz wieder Leben einzuhauchen. Danke für das tolle Gespräch! Wer kriegt da keine Lust auf Zukunft?

Uli Grötsch: Der Respekt ist teilweise verlorengegangen

Gespräch mit MdB Uli Grötsch (SPD) über die Verschärfung des Strafrechts mit dem Ziel, Polizist_Innen und andere Einsatzkräfte besser zu schützen.

01:00 Wer ist Uli Grötsch? 04:00 Wandel zwischen den Welten: Die Aabeit im Wahlkreis im Vergleich zur Arbeit in Berlin. 07:00: Warum die SPD geschlossen hinter Martin Schulz steht. 12:00 Müssen Polizist_Innen besser geschützt werden? 15:00 Vorstellung der geplanten Verschärfung des Strafrechts bei Angriffen auf Polizist_Innen und Rettungskräfte. 18:00 Der Respekt ist teilweise verloren gegangen. 22:00 Kritik an dem Gesetzentwurf. 24:00 Weitere Vorschläge um die Beziehung zwischen Einsatzkräften und der Bevölkerung zu stärken. 26:30:Wie wird ein Gesetz gemacht? 32:00 Wo sind die jungen Leute in der Politik, wo sollen sich die Jungen engagieren? 36:00 “Es gibt hier leider echt nichts langweiligeres als die Grünen”

[Raumstimmung] – Ein Dorf in Berlin: Der Bauhauscampus

Katrin Hoffmann quatscht mit mir darüber, was sie dazu gebracht hat ein Tiny House zu bauen, warum sie glaubt, dass wir mehr Autarkie wagen sollten und wer meine neuen Nachbarn auf dem Bauhauscampus sind. Sie gehört dazu! Im April zieht sie mit TinySystems auf dem Campus ein und probiert aus – mit so natürlichen Materialien wie möglich – ein autarkes Wassersystem zu bauen. Was wir festgestellt haben: Wow – in ein paar Wochen sind wir Nachbarn und noch viele andere werden im Garten des Bauhausarchivs sein. Da stellt sich auch die Frage: Wie wird sich das Miteinander entwickeln und welche gemeinschaftlichen Institutionen brauchen wir, wenn bald ganz viele Individualisten auf engem Raum zusammenleben?